Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Milliwattstunden (mWh) und Milliamperestunden (mAh)?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Milliwattstunden (mWh) und Milliamperestunden (mAh)?

Wer sich schon einmal Akkus oder Batterien genauer angesehen hat, ist sicher über die Angaben mWh und mAh gestolpert. Beide Werte sagen etwas über die Kapazität eines Akkus aus – also darüber, wie viel Energie er speichern und abgeben kann. Doch sie bedeuten nicht dasselbe. In diesem Beitrag erklären wir leicht verständlich, was genau der Unterschied ist und wie man die Werte umrechnen kann – anhand eines konkreten Beispiels: dem XTAR AA 1,5V 3300mWh typisch 2000mAh Lithium-Ionen-Akku.

Milliwattstunden (mWh) – die gespeicherte Energiemenge

Milliwattstunden (mWh) sind eine Einheit für Energie. Sie geben an, wie viel Energie eine Batterie insgesamt speichern kann.
Einfach gesagt: Je höher der mWh-Wert, desto länger kann ein Akku ein Gerät mit Strom versorgen.

Die Formel lautet:

mWh = Leistung (in Milliwatt) × Zeit (in Stunden)


Beispiel anhand des XTAR Akkus:
Ein Akku mit 3300 mWh kann ein Gerät, das 1000 mW (also 1 Watt) verbraucht, 3,3 Stunden lang betreiben (3300 mWh ÷ 1000 mW = 3,3 Stunden).

Milliamperestunden (mAh) – die gelieferte elektrische Ladung

Milliamperestunden (mAh) sind hingegen eine Einheit für elektrische Ladung. Sie zeigen, wie viel Strom (in Milliampere) ein Akku über eine bestimmte Zeit liefern kann.

Die Formel lautet:

mAh = Strom (in Milliampere) × Zeit (in Stunden)


Beispiel:
Ein Akku mit 2000 mAh liefert bei einem Strom von 1000 mA 2 Stunden lang Energie (2000 mAh ÷ 1000 mA = 2 Stunden).

mWh und mAh sind nicht das Gleiche

Obwohl beide Werte die Kapazität eines Akkus beschreiben, kann man sie nicht direkt miteinander vergleichen.
Der Grund: Das Verhältnis zwischen mWh und mAh hängt von der Spannung (in Volt) des Akkus ab.

Die Verbindung zwischen den beiden Größen wird durch folgende Formel hergestellt:

mWh = mAh × Spannung


Oder umgekehrt:

mAh = mWh ÷ Spannung

Beispiel: Der XTAR AA 1,5V Lithium-Ionen-Akku

Schauen wir uns das Ganze am Beispiel eines XTAR AA 1,5V 3300mWh (typisch 2000mAh) Akkus an:

  • Spannung: 1,5 Volt

  • Kapazität in mWh: 3300 mWh

  • Kapazität in mAh: 2000 mAh

Wenn wir die Umrechnungsformel anwenden, ergibt sich:

2000 mAh × 1,5 V = 3000 mWh


Das liegt sehr nah am angegebenen Wert von 3300 mWh, der leichte Unterschied ergibt sich durch Messabweichungen und Rundungen.

Fazit:
Beide Angaben beziehen sich also auf denselben Akku – einmal ausgedrückt als gespeicherte Energie (mWh) und einmal als gelieferte Strommenge (mAh). Die Spannung ist der entscheidende Faktor, der beide Werte miteinander verbindet.

Warum ist das wichtig?

Das Verständnis dieser Einheiten hilft nicht nur Technikfans, sondern auch im Alltag:

  • Gerätekompatibilität:
    Beim Kauf von Ersatzakkus sollte die Spannung und Kapazität (mAh oder mWh) zu den Anforderungen des Geräts passen.
    Ein falscher Akku kann zu Leistungsverlusten oder Schäden führen.

  • Akkulaufzeit einschätzen:
    Wer die Kapazität kennt, kann besser abschätzen, wie lange ein Gerät läuft, bevor es wieder aufgeladen werden muss.

  • Vergleich von Akkus:
    Wenn zwei Akkus unterschiedliche Spannungen haben, ist der Vergleich über mWh sinnvoller, da sie die tatsächliche Energiemenge beschreibt.

  • Fortschritt der Batterietechnologie:
    Moderne Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus haben oft andere Spannungen als klassische NiMH-Zellen. Dadurch verändern sich auch die Umrechnungswerte zwischen mAh und mWh.

Fazit: mWh und mAh verstehen – für kluge Akku-Entscheidungen

Zusammengefasst:

  • mWh beschreibt die gespeicherte Energie,

  • mAh die gelieferte elektrische Ladung,

  • und Volt (V) verbindet beide Werte.

 

Wer diese Grundlagen kennt, kann Akkus besser vergleichen, die Laufzeit von Geräten realistischer einschätzen und beim Kauf die richtige Wahl treffen.
So bleiben unsere Geräte länger in Betrieb – und wir verstehen endlich, was auf unseren Batterien wirklich steht.