Ratgebertext Unterschiede NiMh vs.NiCd Akkus. Vor und Nachteile

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was NiCd Akkus und was NiMh Akkus sind. Sie erfahren etwas über die Geschichte der beiden Typen, Unterschiede, die Vor- und Nachteile der beiden Akkutypen und ob NiCd Akkus durch NiMh Akkus ausgetauscht werden können. NiCd und NiMh Akkus werden verwendet, um Geräte mit der notwendigen Energie zu versorgen.

Nickel Cadmium und Nickel Metallhybrid Akkus - ihre Geschichte

Der Nickel Cadmium Akku wurde im Jahr 1899 entwickelt. Elf Jahre später startete dann seine industrielle Produktion. Genutzt werden sie seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. 1983 kamen Nickel Cadmium Akkus auf den Markt, für die eine Faserstruktur Technologie entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Sinterelektroden und Taschenplatten ist der Träger für diese Akkus kein steifes und schweres Metall, es handelt sich vielmehr um ein flexibles und besonders leichtes Vlies. Dieses Vlies diente eigentlich zum Einsatz bei Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie in der Luft- und Raumfahrt. Noch in den 90er Jahren wurden NiCd Akkus am häufigsten für wiederaufladbare Geräte genutzt. Später wurden sie immer mehr durch NiMh Akkus und Lithium Akkus ersetzt, deren Energiedichte um einiges höher ist. Der Nickel Metallhybrid Akku setzt sich aus einer positiven Elektrode, die aus Nickelhydroxid besteht, sowie einer negativen, die aus Metallhydrid besteht, zusammen. Entwickelt wurde er in den Jahren 1962 bis 1982 von Masahiko Oshitani und Stanford R. Ovshinsky. Danach stand er der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung.

Die Vorteile und Nachteile zu den beiden Akkutypen

Ein Vorteil ist, dass selbst dann, wenn er besonders heiß werden würde, kann er nicht zerstört werden. Allerdings gibt es auch Nachteile bei diesem Akkutypen. Es handelt sich um den sogenannten Memory-Effekt. Sie haben noch nie von diesem Begriff gehört? Der Memory-Effekt wird deshalb so genannt, weil der NiCd Akku den letzten Ladestand irgendwie zu speichern scheint. Der Nachteil liegt darin, dass wenn der Akku nicht komplett entleert und wieder aufgeladen wird, er nur bedingt wieder aufgeladen werden kann. Nämlich nur bis zu dem Level, wie er zuvor aufgeladen war. Wird ein solcher Akku nur zur Hälfte aufgeladen und das sogar auch öfter, setzt der Memory-Effekt immer häufiger ein. Das hat selbstverständlich Folgen. Sie ahnen es schon. Da der Akku falsch genutzt wird, sinkt seine Leistungskraft. Er hat nicht mehr die Kapazität, die er eigentlich zur Verfügung stellen könnte. Es kommt noch ein weiterer Nachteil hinzu. Ein solcher Akkutyp neigt dazu, sich selbst zu entladen. Was das heißt? Diese Art von Akku verliert sogar dann seine Energie, wenn er nicht verwendet wird. Das hat zur Folge, dass sie sich schnell entleeren, auch dann, wenn sie nicht genutzt werden. Deshalb müssen sie permanent überprüft werden, da ansonsten Geräte nicht verwendet werden können, weil der verwendete Akku plötzlich seinen Dienst verweigert.

Nickel Metallhydrid Akku - was Sie darüber wissen sollten

Ein Nickel Metallhydrid Akku ist die Weiterentwicklung des Nickel Cadmium Akkus. Er wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt. Dieser Akku sollte zum Standard werden, weil er im Gegensatz zu NiCd Akkus nicht so viele Giftstoffe enthält. Dieser Akku war also ein großer Hoffnungsträger. Aber es wäre zu schön, um wahr zu sein, wenn diese Hoffnungen tatsächlich erfüllt werden würden. Der oben genannte Memory Effect ist bei diesem Akkutyp kaum mehr vorhanden, doch es Tritt ein ähnlicher Effekt auf Der Batterieträgheitseffekt. Der Batterieträgheitseffekt des Nickel Metallhydrid Akkus verhält sich ähnlich wie der Memory-Effekt, kann rückgängig gemacht werden. Nach circa fünf kompletten Lade- und Entladezyklen kann dieser mit einem passenden Ladegerät eliminiert werden. Bei fast allen aktuell verfügbaren Standard-Akkus handelt es sich um NiMh Akkus. Bereits seit dem Jahr 2006 sind NiMh Akkus erhältlich, die im Vergleich zu gewöhnlichen NiMh Akkus eine geringere Selbstentladung aufweisen. Die Selbstentladung ist deshalb bei ihnen wesentlich niedriger als bei herkömmlichen.

Was mache ich, wenn mein Gerät mit NiCd Akkus betrieben wurde, ist ein wechsel auf NiMh möglich?

Das ist in der Regel nicht möglich, denn die eingesetzte Ladetechnik im Gerät, das für einen NiCd Akku entwickelt wurde, kann einen NiMh Akku zerstören. NiCd Lader reagieren auf eine Spannungsänderung, die bei NiMh Akkus viel zu niedrig ist. Dann schaltet das Ladegerät den Vorgang nicht ab. Anders herum ist es jedoch möglich, ein Ladegerät für NiCd Akkus zu nutzen, die für NiMh Akkus entwickelt wurden. Richtig gefährlich wird es, wenn kein Temperaturschutz vorhanden ist. Dann überhitzen Akkus bereits beim ersten Ladevorgang und werden zerstört.

Gibt es Unterschiede in der Ladetechnik?

NiCd Akkus geben sehr hohe Ströme ab, doch der schon erwähnte Memory-Effekt sorgt halt dafür, dass der Ladezyklus in den Akkus gespeichert wird. Deshalb sollten NiCd Akkus stets komplett entladen werden ehe sie erneut geladen werden. Eine nicht vollständige Ladung kann Schäden verursachen. Bei NiMh Akkus gibt es den Memory-Effekt nicht, jedoch den oben genannten Batterieträgheitseffekt, welcher aber weniger ins Gewicht fällt. Aufgrund der Spannung kann das Ladeende des Akkus kaum erkannt werden. Daher ist er typische Temperaturanstieg ein Hinweis auf das Ladeende und der Ladevorgang kann beendet werden.

gängige NiMh Akku Grössen:
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